8. MÄRZ: «NEIN» ZUR HALBIERUNGSINITIATVE

Basel im Februar 2026:

Stellungnahme des Netzwerk Kulturpolitik Basel zur Halbierungs-Initiative

Halbe Gebühren, Gefährdung des Ganzen – Nein zur Zerstörung der medialen Grundversorgung

Das Netzwerk Kulturpolitik Basel stellt sich entschieden gegen die sogenannte «Halbierungs-Initiative». Was vordergründig als finanzielle Entlastung verkauft wird, zielt in Wahrheit auf die Substanz unserer demokratischen Gesellschaft.

Angriff auf die demokratische Urteilsfähigkeit

Die Initiative gefährdet einen der Grundpfeiler unserer Demokratie: die unabhängige Berichterstattung. Es ist Aufgabe des Staates, freie Bildung und freie Kunst zu garantieren, aber vor allem auch eine freie Presse. Eine Halbierung der SRG-Gebühren führt nicht zu einer Hälfte des Angebots, sondern gefährdet das Ganze. Wie wichtig ein funktionierender, unabhängiger Service Public ist, erleben wir in der aktuellen geopolitischen Lage beinahe täglich. Er ist das bestmögliche Gegengewicht zur Macht des Stärkeren und zu gezielter Desinformation.

Kulturauftrag statt Kommerz

Die öffentlich-rechtliche SRG hat den Auftrag, kulturelles Schaffen in seiner Breite und in allen vier Sprachregionen sichtbar zu machen. Bereits heute beobachten wir mit Sorge, wohin der Spardruck führt. Dabei stehen nicht nur einzelne Sendungsformate auf dem Spiel. Eine Gebührenhalbierung hätte weitaus drastischere Folgen und würde ganze Branchen – wie etwa die Filmproduktion – in ihrer Existenz gefährden sowie die fundierte Kulturberichterstattung gerade aus den kleineren Sprachregionen stark bedrohen. Kultur ist kein Luxus; sie ist das Erbe von morgen und schafft unverzichtbare Räume für Reflexion und gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Appell des Netzwerk Kulturpolitik Basel

Die SRG bleibt für die Zukunft unserer Demokratie sowie für den gesellschaftlichen und kulturellen Dialog in der Schweiz unverzichtbar. Das Netzwerk Kulturpolitik Basel appelliert an die Stimmberechtigten, sich gegen diesen Kahlschlag zu wehren und der Halbierungsinitiative am 8. März ein deutliches NEIN entgegenzusetzen.

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Zum Verein «Netzwerk Kulturpolitik Basel»

Das «Netzwerk Kulturpolitik Basel» ist im Spätsommer 2020 aus dem Komitee «Für eine nachhaltige Kulturpartnerschaft BS/BL» erwachsen. Das Netzwerk versteht sich als proaktive kulturpolitische Lobbygruppe, die seine Mitglieder vernetzt, ihnen eine gemeinsame Stimme gibt und ihre Interessen gegenüber der Politik, sowie gegenüber anderen Vereinen und Verbänden vertritt.

Mitglieder sind:

- Basel Sinfonietta
- Basler Madrigalisten
- Basler Marionetten Theater
- Ensemble Phoenix Basel
- Gare du Nord
- junges theater basel
- Kammerorchester Basel
- Kaserne Basel
- KlangLab
- Kulturbüro Basel
- La Cetra Basel
- LiteraturBasel
- Neues Theater Dornach
- Musikbüro Basel
- Roxy Birsfelden
- Sinfonieorchester Basel
- Stadtkino Basel
- The Bird’s Eye Jazz Club
- Theater Basel
- Vorstadttheater Basel

Kontakt für Nachfragen
Chantal Bernstein
netzwerkkulturpolitikbasel@gmx.ch

Öffnungszeiten Ticketkasse Fasnacht 2026

Unsere Ticketkassa ist während der Fasnachtspause an folgenden Daten unbesetzt:

Mittwoch, 18. Februar
Mittwoch, 25. Februar

Während dieser Periode bleibt das Telefon ebenfalls unbesetzt, für wichtige Anliegen verweisen wir euch jedoch auf info@vorstadttheaterbasel.ch.

Eure Nachrichten werden dort zeitnah bearbeitet.

AB SAISON 25/26: RELAXED PERFORMANCES

Fortan bieten wir ausgewählte Veranstaltungen als Relaxed Performances an. Damit möchten wir Menschen den Theaterbesuch ermöglichen, der in der herkömmlichen Form mit zu viel Stress und Hürden verbunden wäre.

Wir hoffen, dass sich dadurch ein vielfältiges Publikum bei uns willkommen fühlt und sind offen für Anfragen und Rückmeldungen zu diesem Angebot.

Weitere Informationen gibt es hier.

 

 

Das Oekolampad Buch ist da!

«Aller Anfang ist Begegnung»

Seit 2024 ist es unser neues Zuhause. Nun gibt es das Buch zum Transformationsprozess der ehemaligen Kirche Oekolampad zum Gemeindezentrum.

Das Gemeindehaus Oekolampad ist ein Haus mit bewegter Geschichte. Es diente ursprünglich als kirchlicher Treffpunkt, heute ist es ein neu genutzter Ort der Begegnung, der verschiedenen gemeinnützigen Institutionen ein Zuhause bietet. Das Buch «Gemeindehaus Oekolampad - Identität, Wandel, Begegnung» schildert diesen Transformationsprozess. Es erzählt die Geschichte des Hauses und der Menschen, die es geprägt haben und prägen. Grossformatige Fotografien dokumentieren die Sanierung durch das Basler Architekturbüro Veìcsey*Schmidt Architekt*innen. Das Projekt wird dabei auch in den aktuellen Kontext heutiger Kirchenumnutzungen gestellt. Das Gemeindehaus Oekolampad bleibt ein Ort für die Gemeinschaft – in einem neuen, säkularisierten Sinn.

Online hier erhältich.

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