Tyll - von Daniel Kehlmann
Neue Hausproduktion
30.4.2027 – 30.10.2026
Was bedeutet Freiheit in Zeiten von Krieg, Krisen und Umbruch?
Tyll Eulenspiegel – der legendäre, wie mysteriöse Übervater aller Närr:innen – wandelt in TYLL durch eine Welt im Ausnahmezustand. Mitten im düsteren Europa des 17. Jahrhunderts entbrennt ein erbarmungsloser Krieg und Terror, Hunger und Pest kosten etwa einem Drittel der Bevölkerung das Leben.
Tyll, der Seiltänzer und Überlebenskünstler, der Outsider und Provokateur trifft in dieser gebeutelten Welt des Dreissigjährigen Krieges auf mächtige, gelehrte wie arme Menschen und balanciert dem Tod auf der Nase herum. Dabei hinterfragt er Autoritäten und begegnet ihnen mit Witz und List. Das Seiltanzen, das Spiel und der Spott sind die Werkzeuge seiner Anarchie und des Widerstands. Und die Kunst ist seine Überlebensstrategie, durch die er sich seine Freiheit bewahrt und sich den Herrschenden und dem Schrecken entzieht.
+++++
Das Vorstadttheater bringt Daniel Kehlmanns Meisterwerk TYLL in einer eigenen Fassung für alle ab 14 Jahren auf die Bühne – und stellt dabei die Frage ins Zentrum:
Was macht der Krieg mit den Menschen? Für Jugendliche und junge Erwachsene, die aktuell in einer Welt leben, die «aus den Fugen gerät», in der ein Krieg in Europa tobt, Demokratien hinterfragt werden und durch die Sozialen Medien Fake und Wahrheit nicht mehr klar zu unterscheiden sind, bietet die neue Hausproduktion TYLL einen vielschichtigen Zugang zu heutigen Themen.
Eine wuchtige, sinnliche und musikalische Inszenierung, die zur Auseinandersetzung mit historischen wie aktuellen Kriegsgeschehnissen, die Rolle der Kunst als Gegenmacht und die Frage nach der eigenen Freiheit anregt.
Tickets